In Köln entsteht energiewirtschaftliches Think Tank

CEF.NRW - Das renommierte Energiewirtschaftliche Institut EWI an der Universität Köln wird mit Unterstützung des Landes sowie der Energieunternehmen E.ON und RWE ausgebaut und zu einem europäischen Think-Tank für Energieökonomik weiterentwickelt. Hier sollen innovative, wirtschaftswissenschaftlich fundierte Analysen und Szenarien der deutschen, europäischen und weltweiten Energiemärkte erstellt werden.

Das EWI widmet sich der Forschung, Lehre und Beratung in der Energieökonomik. Das Institut nutzt dabei detaillierte computergestützte Modelle der europäischen Strom- und Gaswirtschaft, die im Institut entwickelt und ausgewertet werden. Untersucht wird, wie sich politische und wirtschaftliche Entscheidungen sowie technologische Entwicklungen auf die Märkte auswirken. Auftraggeber der Forschungsprojekte am EWI sind Bundes- und Landesministerien, Industrie sowie Verbände.

Aktuelle Schwerpunktthemen am EWI sind u. a. die Entwicklung des europäischen Energiemix in der Stromerzeugung, die Integration der erneuerbaren Energien, die Versorgungssicherheit in der europäischen Strom- und Gaswirtschaft sowie die Bewertung von großen Infrastrukturprojekten. Mit den zusätzlichen Mitteln wird die wissenschaftliche Substanz des Instituts weiter gestärkt, das bearbeitete Themenspektrum verbreitert und die Internationalisierung des EWI vorangetrieben. Insbesondere werden neue Professoren- und Mitarbeiterstellen geschaffen und es wird ein internationales wissenschaftliches Gästeprogramm eingerichtet.

Ehrgeizige Ziele der EU

Die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union haben sich für das kommende Jahrzehnt ehrgeizige energiewirtschaftliche Ziele gesteckt, sowohl in Bezug auf Umweltschutzaspekte als auch für die Liberalisierung und Integration der Marktstrukturen. Darüber hinaus hat sich die Situation auf den globalen Rohstoffmärkten deutlich verändert, und der Energiewirtschaft kommt eine immer größere geopolitische Bedeutung zu.

Vor diesem Hintergrund werden die Europäische Union und ihre Mitgliedsstaaten den energiewirtschaftlichen Ordnungsrahmen kontinuierlich weiterentwickeln müssen. Energieökonomische Forschung leistet einen wichtigen Beitrag zum Verständnis der Entwicklung der globalen, europäischen und nationalen Energiemärkte sowie zur Wirkungsweise und geeigneten Ausgestaltung alternativer Ordnungsmechanismen. Um hierbei die Öffentlichkeit und die Entscheidungsträger in diesem Prozess umfassend beraten zu können, muss die Wirtschaftswissenschaft erhebliche, laufend weiterzuentwickelnde, Forschungsanstrengungen unternehmen.

Kooperationspartner

Partnergesellschaften des EWI sind E.ON, RWE sowie die Gesellschaft zur Förderung des Energiewirtschaftlichen Instituts e. V. Das Projekt soll über die Dauer von 5 Jahren mit 12 Mio. Euro von der Landesregierung Nordrhein-Westfalen gefördert werden - unter anderem um neue Mitarbeiter- und Professorenstellen zu schaffen und ein internationales wissenschaftliches Gästeprogramm einzurichten. 

Redaktion:16. Nov. 2009
 

Kontakt

Prof. Dr. Marc Oliver Bettzüge
Energiewirtschaftliches Institut an der Universität zu Köln
Tel.: 0221/27729-101 (-107)
bettzuege.marc(at)uni-koeln.de

Monika Deckers
Energiewirtschaftliches Institut EWI an der Universität Köln
Albertus-Magnus-Platz
50923 Köln
Tel.: 0221 4702258
deckers.monika(at)uni-koeln.de

Weitere Informationen:

www.ewi.uni-koeln.de